Thomas Harlan: Leben und Werk
Symposium 22./23.1.16

Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaft & Filmmuseum Potsdam

In Leben und Werk von Thomas Harlan (1929-2010) verdichten sich zentrale Aspekte der deutschen und europäischen Nachkriegsgeschichte. Seine Position ist als Kristallisationspunkt einer generationell konnotierten filmischen und literarischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und visionären politischen Gesellschaftsentwürfen im Kontext des „roten“ Jahrzehnts zu sehen. Dabei entzieht sich seine Arbeit allen gängigen Kategorien. Sein vielgestaltiges Schaffen und Wirken als Autor, Filmemacher und Rechercheur von NS-Verbrechen ist jedoch ganz wesentlich durch das nationalsozialistische Erbe und durch die Beschäftigung mit der eigenen Biographie geprägt.

Das Symposium richtet sich an ein interdisziplinäres Fachpublikum, das vor allem die Disziplinen Medien- und Filmwissenschaft, Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft und Zeitgeschichte ansprechen soll. So wird das Schaffen Harlans aus unterschiedlichen Blickwinkeln filmhistorisch und -ästhetisch betrachtet und diskutiert, Harlans Rolle als Pionier der Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen untersucht sowie sein literarisches Werk dazu in Beziehung gesetzt.

Mit Vorträgen von Tobias Erbbrecht-Hartmann, Sven Kramer, Werner Renz, Christoph Schneider, Carsten Heinze, Christoph Hübner, Christian Ahlrep, Jesko Jockenhövel, Jean-Pierre Stephan, Jeanne Bindernagel, Konstanze Hanitzsch, Chris W. Wilpert, Sieglinde Geisel.

Tagungsort: Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaft, Friedrich-Ebert-Straße 4, 14467 Potsdam.

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